Die Arbeitsweise der Fa. Walch wurde durch das VDI- 23 43 „Recycling elektrischer und elektronischer Geräte“ bestätigt.
Die entscheidenden Regelungen des ElektroG sind am 24.3.2006 in Kraft
getreten. Um die betroffenen Kreise in ihrer Arbeit zu unterstützen,
hat der Richtlinienausschuss „VDI 2343“ das „Blatt III-Demontage“
überarbeitet und den Anforderungen des „Anhang III –ElektroG“
angepasst. Diese überarbeitete Version stellt nun den „Stand der
Technik“ dar.
Das Ziel der Richtlinie ist die gezielte Entnahme der schadstoffhaltigen Bauteile, sowie die Rückgewinnung wiederverwendbarer Bauteile, Baugruppen und verwertbare Stoffe.
Eigentlich ist die gezielte Entnahme der schadstoffhaltigen Bauteile
bereits seit Einführung des ElektroG im Anhang III zwingend
vorgeschrieben.
Die VDI2343 sieht das Gleiche vor, beschreibt aber zusätzlich noch
einmal die Arten der Demontage und die Gestaltung der dazugehörigen
Arbeitsplätze.
Dennoch wird diese Richtlinie von vielen Verbänden als „überzogen“
bezeichnet. Die Kritik einiger Verbände richtet sich gegen Regelungen
und Maßnahmen, die eigentlich schon seit Einführung des ElektroG
Bestand haben müssten. Es wird mit einem erhöhten Personal- und
Maschinenbedarf gerechnet, der wiederum sich in den Kosten für die
Verwertung niederschlägt.
Die Frage ist durchaus berechtigt, was bisher mit dem
E-Schrott gemacht wurde, wenn durch die Forderung der gezielten
Entnahme der schadstoffhaltigen Bauteile, jetzt auf einmal ein
erhöhter Personalbedarf erforderlich ist?
In unserer Erstbehandlungsanlage erfolgt die gezielte Schadstoffentfrachtung bereits seit vielen Jahren.
Anders als bei der noch kostengünstigeren „Shreddertechnik“ kann bei
der manuellen Zerlegung ein Ausbau der schadstoffhaltigen Bauteile ohne
eine weitere Kontamination anderer Bauteile erfolgen.
Durch die Shreddertechnik werden nicht kontaminierte Materialien mit leicht oder stark belasteten Materialien vermischt.
Aufwendige chemisch/physikalische Trennschritte müssen folgen, um annähernd die gleiche Sortenreinheit zu erlangen wie bei der Handzerlegung.
Im Gegensatz zur Shreddertechnik sind die bei der Handzerlegung anfallenden Materialien sortenrein, nicht kontaminiert und können größtenteils sofort ohne aufwendige Aufbereitung dem Kreislauf wieder zugeführt werden.
Insgesamt ist die Handzerlegung zwar personalintensiver und deshalb auch kostenmäßig nicht direkt vergleichbar.
Die gute Qualität der Ausgangsmaterialien, welche ohne große Nachbearbeitung sofort als Sekundärrohstoffe eingesetzt werden können, spiegelt sich aber in den besser zu erzielenden Erlösen wieder.
Viele unserer Kunden sind auch bereit, dafür einen höheren Preis zu bezahlen, da bei diesen Kunden die umweltfreundlichere Methode der Handzerlegung mit den umweltpolitischen Firmenzielen unserer Kunden einhergeht.